Bild © Hans Aeschlimann / wildenachbarn.ch BiologieMensch & TierTippsGalerie Biologie Der Buntspecht ist die am häufigsten und am weitesten verbreitete Spechtart in der Schweiz. Sein kurzes, kräftiges Trommeln ist bereits im zeitigen Frühjahr zuhören. Es dient der Revierabgrenzung und zum Anlocken der Weibchen. Sein Ruf sind aufgereihte „Kick“- oder „Kix“-Laute.Jedes Jahr legt er eine neue Bruthöhle in Bäumen auf 2m bis 10m Höhe und hinterlässt so auch für andere Wildtiere wie Meisen, Fledermäuse oder Hornissen Versteck- und Brutmöglichkeiten. In diesen Bruthöhlen werden 4 bis 7 Eier während 11 bis 13 Tagen bebrütet. Buntspechte brüten normalerweise einmal im Jahr und es dauert 20-24 Tage bis die Jungen flügge werden. Diese Spechtart nutzt übers Jahr unterschiedliche Nahrungsquellen. Häufig haken Buntspechte Insekten aus dem Holz Nüssen, Beeren, Sämereien und Zapfen . Im Frühjahr schlägt er auch gerne Löcher in die Rinde austreibender Bäume („ringeln“) und leckt anschließend den austretenden süßen Saft auf. Im Winter frisst er vornehmlich Nüsse und die Zapfen von Nadelbäumen. Um an deren fressbare Teile zu gelangen benutzt der Buntspecht sogenannte Schmieden. Dies sind natürliche Spalten in Bäumen, in denen er die Zapfen und Nüsse einklemmt und um sie leichter öffnen und die Samen und Nüsse herauspicken zu können. Erkennungsmerkmale Der Buntspecht ist ein schwarz-weißer Specht mit roten Akzenten. Das Männchen unterscheidet sich vom Weibchen durch einen roten Nackenfleck. Jungvögel haben einen roten Scheitel. Die Spechtart besitzt einen weißen Bauch, eine tiefrote Unterschwanzdecke und einen roten Steiß, eine gelbweißliche Stirn, große ovale, weiße Schulterflecken, einen bis zum Hinterkopf durchgehenden schwarzen Wangenstreifen und einen dunklen Schnabel. Gehört zu Vögel Masse Größe 22-23cm,Flügelspannweite 34-39 cm,Gewicht 70-90g Ähnliche Arten Der Mittelspecht und der Kleinspecht haben eine ähnliche Farbgebung wie der Buntspecht, sind jedoch anhand von der Größe und Färbungsmerkmalen unterscheidbar. Der Kleinspecht ist, wie der Name schon sagt, deutlich kleiner und insgesamt zierlicher als der Buntspecht und hat keine weißen Schulterflecken. Die untere Rückenpartie und die Flügeloberseite sind beim Kleinspecht schwarz-weiß gebändert.Der Mittelspecht ist im Gegensatz zum Buntspecht vor allem durch die rosa überhauchte, längsgestrichelte Unterseite, die rosa Unterschwanzdecke, den nicht ganz durchgängigen schwarzen Backenstreifen und einen kurzen Schnabel gekennzeichnet. Sowohl Mittel- und Kleinspecht sind seltener anzutreffen als der Buntspecht. Gefährdungsgrad Nicht gefährdet Aktivitätszeit Buntspechte sind tagaktiv und ganzjährig in der Schweiz zu beobachten. Lebensraum Der Buntspecht ist sehr anpassungsfähig und brütet in städtischen Parkanlagen, genauso wie in verschiedenen Waldtypen und Gärten. Mensch & Tier Gefahren Lebensraumverlust: Da der Buntspecht sehr häufig vorkommt ist er momentan nicht akut bedroht. Allerdings müssen langfristig naturnahe Wälder bestehen bleiben damit in Zukunft der Bestand nicht abnimmt. Fördermaßnahmen Für Buntspechte ist vor allem das Stehenlassen von Totholz eine wichtige Voraussetzung für einen zunehmenden Brutbestand. Nistkästen nimmt diese Spechtart nur selten an, da er auf Eigenbau setzt. Beobachtungstipps In den Monaten Februar und März hört man in Wäldern oder Parkanlagen häufiger ein Trommeln, welches auf die Anwesenheit des Buntspechtes hinweist. Mit etwas Glück kann man Buntspechte zu dieser Zeit auch beim Balz beobachten.