News

Dieser Goldschakal wurde im Kanton Tessin fotografiert (Cantone Ticino).
21.04.2020

Der Goldschakal (Canis aureus) ist im Tessin angekommen. Die Sichtung wurde in Onsernonetal-Centovalli durch den örtlichen Wildhüter der Jagd- und Fischereiverwaltung des Kantons Tessin bestätigt, wie die Stiftung KORA (Koordinierte Raubtierprojekte) am 21. April 2020 bekannt gab. Der Goldschakal, ein mittelgroßes Raubtier von etwa 15 kg, ist ein Vertreter der Familie der Caniden, das sich in Europa auf natürliche Weise ausbreitet.

Ursprünglich lebte die Art in Arabien, Indien bis in die Türkei. Der Klimawandel hat die Ausbreitung dieser Art nach Westen ermöglicht. In der Schweiz wurde 2011 der erste Nachweis in den Nordwest-Alpen gemacht. Im Jahr 2019 wurden Goldschakale in den Kantonen Graubünden, Freiburg und Genf beobachtet. Dabei handelte es sich immer um Einzeltiere. 

KORA, Koordinierte Raubtierprojekte der Schweiz

 

01.04.2020

Das Label für nachhaltiges Stadtgrün - GRÜNSTADT SCHWEIZ - stellt sich in einem kurzen Video-Beitrag vor. Anhang des Beispiels der Stadt Luzern, die seit 2017 für das Label GrünStadt Schweiz zertifiziert ist, wird gezeigt, wie Städte und Gemeinden das Stadtgrün fördern und sich für die Gestaltung und Pflege ihres Grüns im Sinn von Biodiversitätsförderung und einem angenehmen Stadtklima einsetzen können.

Videobeitrag auf Youtube zu GRÜNSTADT SCHWEIZ

GRÜNSTADT SCHWEIZ

Stadt Luzern und das Label GRÜNSTADT SCHWEIZ

30.03.2020

Im Rahmen des Leibniz-Podcasts "Tonspur Wissen" zur Covid-19-Pandemie erklärt der Leibniz-IZW-Direktor Heribert Hofer, ob Tiere Covid-19 bekommen oder übertragen können oder nicht (Folge 7).

Hier können Sie sich die Folge anhören.

Markierung von Baumhöhlen-Bäumen im Zürcher Stadtwald
28.03.2020

Wegen der Corona-Krise sind die jährlichen Schwerpunktprogramme, Aktionen und Veranstaltungen bis Ende April abgesagt oder verschoben worden. Die Termine im Mai bleiben vorläufig bestehen, wir informieren, sobald hier definitive Entscheide gefallen sind.

Demnächst starten wir unseren Blog "Natur zu Hause" mit Tipps für Beobachtungen, zum Gärtnern auf dem Balkon und in der Blumenkiste und vielem mehr.

StadtWildTiere Zürich: Kartierung von Baumhöhlen-Bäumen im Zürcher StadtWald

Am 7. März konnten wir in Zürich, gerade noch vor dem Lockdown wegen der Corona-Krise, die Weiterbildung für die StadtNaturBeobachter/innen durchführen. Seither kartieren wir, corona-bedingt etwas reduziert, mit Unterstützung von Freiwilligen Bäume mit Baumhöhlen auf Stichprobenflächen in Zürcher Stadtwäldern. Selbstverständlich werden die Hygienevorschriften eingehalten. Die Aktion ist mit Grün Stadt Zürich abgesprochen, das Amt stellt uns zudem die Farbe für die Markierungen zur Verfügung. 

 

 

© Lisa Häfliger / stadtwildtiere.ch
25.03.2020

Die Welt steht still, Läden sind geschlossen, die Strassen menschenleer. Der Frühling jedoch erwacht in all seiner Pracht und die Gartensaison würde nun beginnen. Doch wie kommt man in der „Bleib-Zuhause-Zeit“ an Setzlinge, Blumen und Samen? Das Projekt Gärta ermöglicht es, auch während der Corona-Krise den Balkon oder Garten zu begrünen und hilft den lokalen Gärtnern, nicht auf ihrer Ware sitzen zu bleiben. 

Bestellen Sie eine Gärta-Box und lassen Sie sich mit einer saisonalen Auswahl an Kräutern, Blumen und Setzlingen von einem lokalen Gärtner überraschen. Sie können zwischen einer Kräuter & Gemüse-Box und einer Box mit blühenden Pflanzen wählen und sie nach Hause liefern lassen. Oder kontaktieren Sie direkt eine lokale Gärtnerei und äussern Sie Ihre individuellen Wünsche. Alle Informationen zur Bestellung und den lokalen Gärtnereien finden Sie auf der Internetseite Gärta

22.03.2020

Die Bevölkerung der Städte, Agglomerationen und Dörfer hat sich in die Wohnungen zurückgezogen, die Touristen sind abgereist, der Flugverkehr kommt zum Erliegen, der Strassenverkehr nimmt drastisch ab. Da und dort scheinen Wildtiere und ihre Lebensräume auf die veränderte Situation zu reagieren. In Venedig z.B. ist das Wasser der Kanäle so klar wie seit vielen Jahrzehnten nicht mehr. Sogar Fische sind im Wasser zu sehen. Am Hafen von Cagliari wird ein Delfin beobachtet - das Video geht viral. Vielen Städterinnen und Städtern fällt die Ruhe auf, die plötzlich herrscht, auf einmal nehmen wir den Frühlingsgesang einer Amsel wahr, wie ein NZZ-Journalist schreibt. 

Wildtieren waren aber vor Corona-Zeiten in unseren Siedlungsräumen schon da, sie wurden nur kaum beachtet, vielleicht, weil das Wasser zu schmutzig oder der Lärm zu laut war oder weil sie in der Hektik des Alltags nicht bemerkt wurden. 

Artikel im "The Guardian" vom 22. März 2020: Emboldened wild animals venture into locked-down cities worldwide

Artikel in der NZZ vom 21. März 2020: Stadttiere: Jetzt singt die Amsel – nicht erst recht, sondern sowieso

 

21.03.2020

Viren sind keine Tiere und zählen auch nicht zu den Lebewesen. Es sind organische Strukturen, die durch Übertragung z.B. von Körperflüssigkeit verbreitet werden. Sie bestehen aus einer Hülle aus Fetten und Proteinen und einem Kern mit Erbinformation (RNA oder DNA).

Für das Waschen der Hände eignet sich Seife und Wasser besonders gut: Die Seife löst die Fettschicht der Virenhülle auf, die Viren werden damit zerstört und mit Wasser weggewaschen. Seife und Wasser sind für die Hygiene genauso gut wie Desinfektionsmittel. Allerdings dauert es einen Moment, bis sich die Virenhüllen auflösen, weshalb empfohlen wird, die Hände 20 bis 30 Sekunden mit Wasser und Seife zu waschen. 

Kurzfilm (in Englisch) zum Waschen von Händen mit Wasser und Seife.

10.03.2020

Copyright: Jon Juarez

Für Wildtiere können Städte sowohl neue Chancen als auch Bedrohungen darstellen. Manche Arten kommen in diesem neuartigen Lebensraum besser zurecht als andere. Ob die Nutzung oder Nichtnutzung solcher neuartiger Lebensräume auch innerhalb einer Art unterschiedlich ausfällt, erkundeten Forscherinnen und Forscher des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) und des Luxemburgischen Nationalmuseums für Naturgeschichte (NMNH). Sie analysierten das genetische Material von Rotfüchsen (Vulpes vulpes), die in Berlin und seiner Umgebung leben. Sie identifizierten „städtische“ und „ländliche“ Fuchspopulationen und zeigten, dass physische Barrieren wie Flüsse oder Bauwerke den Austausch zwischen diesen Populationen behindern, aber auch Unterschiede in der menschlichen Aktivität in diesen Landschaften eine große Rolle spielen. Stadtfüchse sind weniger empfindlich gegenüber menschlicher Aktivität, wenngleich auch sie den Abstand zum Menschen halten und sich daher bevorzugt entlang großer Bahn- und Straßentrassen bewegen. Die Studie wurde in der wissenschaftlichen Zeitschrift "Molecular Ecology" veröffentlicht. 

Publikation

Kimmig SE, Beninde J, Brandt M, Schleimer A, Kramer-Schadt S, Hofer H, Börner K, Schulze C, Wittstatt U, Heddergott M, Halczok T, Staubach C, Frantz AC (2019): Beyond the landscape: resistance modelling infers physical and behavioural gene flow barriers to a mobile carnivore across a metropolitan area. Molecular Ecology.

https://onlinelibrary.wiley.com/doi/epdf/10.1111/mec.15345

Pressemitteilung des Leibniz-IZW

07.02.2020

Im Basler St. Johann-Quartier wurde ein Waschbär gefunden - allerdings sei das Tier tot und die Ursache unklar, wie Radio SRF 1 in einem Beitrag vom 7. Februar 2020 berichtete. In der Schweiz wurde in den letzten Jahren die Anwesenheit von einigen wenigen Waschbären dokumentiert.

Waschbär vor dem Zürcher Opernhaus

Für die Stadt Zürich wurde im November 2018 auf StadtWildTiere Zürich ein Waschbär gemeldet, der am Abend durch die Menschenmenge beim Opernhaus im Stadtzentrum rannte und dabei von Passanten gefilmt wurde.
Während in Deutschland gebietsweise hohe Populationsdichten von Waschbären vorkommen und er auch in Österreich als weit verbreitet gilt, scheint sich die Art in der Schweiz noch nicht allgemein etabliert zu haben. Gut möglich, dass sich das in den nächsten Jahren ändern wird.

Beitrag von SRF 1 vom 7. Feb. 2020

Hans Althaus © wildenachbarn.ch
30.01.2020

Mitte Dezember 2019 liess eine Meldung aus dem Bünderland viele Menschen in der Schweiz aufhorchen. Nach dem Abschuss eines Hirsches durch die Wildhut in Arosa wurde entdeckt, dass der geschossene Hirsch sechs Kilo Plastikmüll im Magen hatte. Man identifizierte unter anderem Plastikhandschuhe, Schnüre und Vogelfutternetze. Laut dem Kanton Graubünden befanden sich einige der gefundenen Überreste schon jahrelang im Körper des Tieres. Das Tier hielt sich vermehrt in Siedlungen auf, um nach Futter zu suchen. 

Doch nicht nur Plastikmüll, sondern auch Glasscherben, Drähte, Schnüre und Zigarettenstummel können für Wildtiere sehr gefährlich sein. Mehr zum Thema Wildtiere und Abfall finden Sie neu auf unserer Webseite

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