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08.06.2019

Dunkle Nacht im nördlich von Neuchâtel gelegenen Val-de-Ruz zwischen Mitternacht und 4.45 Uhr. Das Projekt, in welchem die öffentliche Beleuchtung während der Nacht ausgeschaltet wird, ist beschlossene Sache und wird nun schrittweise umgesetzt. Coffrane ist das erste Dorf im Tal, welches das neue Lichtregime seit dem 10. Mai umsetzt. Val-de-Ruz (16 900 Einwohner/innen, 124 km2) ist die erste Gemeinde der Schweiz, welche diese Massnahme zum Schutz der Nacht durchführt. 

Wird sich diese Änderung beim künstlichen Licht auf die freilebende Fauna auswirken? Ein lokales "Nos voisins sauvages"-Projekt ist zur Zeit am Entstehen, welches mit Citizen Science, also unter Mitwirkung der Bevölkerung, die Auswirkungen auf die Fauna beobachten. Parallel zum Citizen Science-Projekt ist eine wissenschaftliche Untersuchung in Zusammenarbeit mit der Haute école du paysage, d’ingénierie et d’architecture de Lullier geplant.

Mit dem Projekt "Nos voisins sauvages" sollen die einheimischen Wildtiere, die vor unserer Haustür leben, sichtbar gemacht werden. Die Plattform bietet zudem viele Informationen zu einheimichen Wildtieren. Die Bevölkerung ist aufgerufen, Wildtierbeobachtungen auf der Plattform zu melden. 

01.06.2019

Die Meldeplattformen StadtWildTiere und Wilde Nachbarn erweitern ihr Angebot mit einem Fotofallenverleih. Wildtierkameras stellen eine tolle Möglichkeit dar, um mehr über unsere tierischen Nachbarn zu erfahren und spannende Bilder von ihnen zu erhalten. Um jedem interessierten Naturliebhaber die Möglichkeit zu bieten, seine Umgebung mithilfe von Wildtierkameras zu erkunden, bieten wir ab sofort solche Fotofallen zur Miete an.

Zum Fotofallenverleih

16.05.2019

In der Sendung «Treffpunkt» vom 16. Mai 2019 schauen wir auf Beispiele im Bereich der Naturwissenschaften. Ohne die sogenannte Citizen Science, ohne den Einsatz von Freiwilligen, wären viele Forschungs-Projekte gar nicht möglich betont Sandra Gloor. Die Wildtierbiologin, Projektleiterin der Meldeplattformen StadtWildTiere und Wilde Nachbarn, erzählt, was sie aus den protokollierten Wildtierbeobachtungen in den Städten für Schlüsse zieht und wie sie mit dem gezielten Einsatz von Freiwilligen beispielsweise mehr über das Verhalten von Eichhörnchen in den Städten erfahren kann.

Link zur Sendung

06.05.2019


Erdhummel (© Cornelia Hürzeler / stadtwildtiere.ch)

Das Artensterben beschleunigt sich fortwährend und ist bereits 10- bis 100-mal höher als im Durchschnitt der vergangenen 10 Millionen Jahre. Insgesamt sind 0,5 bis 1 Million von rund 8 Millionen Arten gefährdet, warnt der Weltbiodiversitätsrat IPBES am Montag im ersten globalen Bericht zum Zustand der Biodiversität und der Ökosystemleistungen. 

Der Weltbiodiversitätsrat ist ein Gremium der Uno mit Sitz in Bonn. Im Mai 2019 gehören ihm 132 Staaten an. Mit eindringlichen Worten und detaillierten Fakten weist der Rat auf die prekäre Situation der Biodiversität weltweit hin. 

IPBES-Bericht, 6. Mai 2019 (in Englisch und Französisch)

In der Schweiz versuchen die Umweltverbände mit zwei Eidgenössischen Volksinitiativen die Politik zu einem schnelleren und effektiveren Handeln für den Schutz und die Förderung der Biodiversität zu bewegen.

Biodiversitäts-Initiative Schweiz

Landschafts-Initiative Schweiz

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