Nussjagd im Kanton Thurgau

Knabberspuren erkennen

Im Spätsommer beginnen bereits für viele Tiere die Wintervorbereitungen: Vorräte werden angelegt und Fettreserven angefressen. Mit einem geschulten Auge und etwas Geduld kann man die Spuren dieses Treibens an vielen Orten erkennen.

Die Nagespuren, welche die Nagetiere an Haselnüssen hinterlassen, verraten, wer die Haselnuss angenagt hat. Damit bieten Haselnüsse eine Möglichkeit, auf indirektem Weg über die Frassspu­ren den Haselnussliebhabern auf die Spur zu kommen. 

Haselmaus frisst Brombeeren.
Machen Sie mit an der Nussjagd!

Mitmachen ist ganz einfach. Machen Sie sich zwischen August und Ende Oktober auf die Suche nach Haselnüssen. Gute Orte, um solche zu finden, sind artenreiche Hecken oder naturnahe Waldränder. Suchen Sie unter Haselsträuchern nach Haselnüssen mit Nagespuren. Wer für die angeknabberten Nüsse verantwortlich war, können Sie mit der "Übersicht der Nagespuren" weiter unten herausfinden.

Haselnüsse mit Nagespuren, bei denen Verdacht auf eine Haselmaus besteht, können eingeschickt werden und werden von Experten bestimmt.

Einschicken der Nüsschen

Falls Sie Haselnüsse mit Verdacht auf Haselmäuse gefunden haben, laden Sie hier das Begleitblatt (Dokument unten) herunter und füllen Sie dieses aus. Dieses Blatt legen Sie in ein Couvert oder Säckchen mit den Nüsschen, welches Sie dann entweder direkt an den Verein StadtNatur (Wuhrstrasse 12, 8003 Zürich) schicken oder an einer der Abgabestellen abgeben können. Wichtig: Bitte nur Haselnüsse mit Frassspuren einschicken, bei denen Haselmaus-Verdacht besteht einschicken (d.h. kreisrundes Loch mit Nagespuren am Rand). Unten finden Sie eine Hilfe für die Bestimmung der Nüsschen.

Abgabestellen
  • Naturmuseum Thurgau, Freie Strasse 24, 8510 Frauenfeld
  • Pro Natura Thurgau, Wilerstrasse 12, 8570 Weinfelden
  • Seemuseum Kreuzlingen, Seeweg 3, 8280 Kreuzlingen
  • Historisches Museum im Schloss Arbon, Im Schloss 3, 9320 Arbon
Übersicht der Nagespuren

Das Loch in der Nuss ist sehr rund und die Zahnspuren auf dem Rand der Nuss verlaufen parallel zum Lochrand.

--> Haselmaus

Format
Bild zwei Drittel, Text ein Drittel

Die Nuss wurde senkrecht zum Lochrand angenagt.

--> Rötelmaus oder Waldmaus

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Bild zwei Drittel, Text ein Drittel

Die Nuss wurde zerbrochen; es sind keine Nagespuren sichtbar, nur die Eindruckstelle der Schneidezähne.

--> Eichhörnchen

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Bild zwei Drittel, Text ein Drittel

Stücke der Schale sind ausgebrochen und auf der Seite sind Nagespuren zu sehen.

--> Siebenschläfer

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Bild zwei Drittel, Text ein Drittel

Die Nuss hat ein Loch wie von einem Bohrer.

--> Haselnussbohrer

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Bild zwei Drittel, Text ein Drittel
Finanzierung

Das Projekt "Haselnussliebhaber im Kanton Thurgau" wird von den nachfolgenden Organisationen unterstützt:

  • Thurgau Lotteriefonds
  • Thurgauer Kantonalbank
  • Amt für Raumentwicklung, Kanton Thurgau
  • Heinrich Welti-Stiftung
  • Naturmuseum Thurgau
  • Pro Natura Thurgau
  • Thurgauische Naturforschende Gesellschaft
  • Thurgauer Vogelschutz
  • WWF Thurgau

Artporträt

Sciurus vulgaris
Muscardinus avellanarius