Blauschwarze Holzbiene
Xylocopa violacea

Bild
Blauschwarze Holzbiene auf pinke Platterbse Blüte
biologie
Biologie
menschtier
Mensch & Tier
tipps
Tipps
galerie
Galerie
karte
Karte
Biologie

Lebensraum: Streuobstwiesen, Gärten, Waldränder

Nistweise: Nistet ab Ende Mai in selbstgenagten Liniengängen in morschem Totholz (Stämme und Äste) und alten Holzpfählen.

Nahrung, Nestproviant: Viele Pflanzenfamilien

Erkennungsmerkmale

Holzbienen (Xylocopa) sind die grössten Wildbienen, die in Mitteleuropa vorkommen. Der Körper und die Behaarung sind schwarz. Die Flügel sind metallisch, blauschwarz schimmernd.

Verwechslungsgefahr mit der Grossen Holzbiene (Xylocopa valga; 22-28 mm), die durch die Klimaerwärmung von der Südschweiz jetzt auch in die warmen Gebiete im Norden der Schweiz, Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen vorgedrungen ist. Das Blauschwarze Holzbiene Männchen kann durch den leicht gekrümmten Fühlerform und orangen Ring am 2 und 3 letzten Fühlerglied erkannt werden.

Gehört zu
Aktivitätszeit

Flugzeit: März-Ende Oktober; Elterngeneration nach der Überwinterung bis Juli/August, neue Generation ab dem Spätsommer.

Mensch & Tier
Fördermassnahmen

Die Blauschwarze Holzbiene ist nicht sehr wählerisch bei der Blütenauswahl im Garten oder auf dem Balkon. Sie bevorzugt Blütenpflanzen mit grossen Blüten wie Schmetterlings-, Lippen- und Korbblütler oder Raublattgewächsen. Eine beliebte Pflanze ist die Staudenwicke (Lathyrus latifolius). Dazu besucht die Holzbiene gerne auch Küchenkräuter wie Muskattellersalbei (Salvia sclarea), Lavendel, Rosmarin, Bohnenkraut und Dost.

Die Blauschwarze Holzbiene nagt ihre Nester in morsches Holz. Stehengelassene Stämme von abgestorbenen Bäumen wie toten Obstbäumen oder alte dicke Holzpfosten sind beliebte Nistplätze der Holzbienen. Abgeschnittene, «unterarm-dicke» tote Äste oder Baumstämme können an besonnten und trockenen Orten als Nisthilfen aufgestellt werden. Dazu eignen sich witterungsgeschützte Stellen, beispielsweise an einer überdachten Hauswand.

Die Blauschwarze Holzbiene kann man gut bei den grossen Blüten von der Staudenwicke (Lathyrus latifolius) im Garten Nahrung anbieten.
Man kann die Blauschwarze Holzbienen fördern in dem man alte Holzpfosten aufstellt oder tote/absterbende Obstbäumen stehen lässt. Hier ein Weibchen nagt ein Loch in einem alten Holzpfosten um das Nest anzulegen.
Holzbiene im Anflug an einen Rosmarin.
Holzbiene im Anflug an einen Rosmarin.
Die Blauschwarze Holzbienen Weibchen haben ganz schwarze Fühler und für Holzbienen charakteristische schwarze Behaarung und blauschimmernde Flügel. Hier ein gutes Beispiel für die unwählerischen Blütenbesuch auf die mediterranische Junkerlilie.
Beobachtungstipps

Die Blauschwarzen Holzbienen sind die grössten Bienen in Mitteleuropa. Mit ihrer schwarzen Färbung, den blauschimmernden Flügeln und dem hummel-artigen Summen sind sie sehr auffällig.

Die Blauschwarze Holzbiene kann gut in Wiesen, Gärten und Waldrändern auf grossen Blüten wie blühenden Obstbäumen, Wiesen Salbei (Salvia pratensis), Stauden-wicke (Lathyrus latifolius) oder Blauregen (Wisteria) beobachtet werden.

In einigen Gärten gibt es die beliebte Zierpflanzen, die Mai-Flieder (Syringa), und auch an diesen können die Blauschwarzen Holzbiene manchmal gefunden werden. Hier kann man die orangen Ringe am Ende der Fühler die das Männchen ausmacht erkennen.
Hier eine abgeflogene Holzbiene die ihren blauschimmer verloren hat. Aber durch ihre grösse (20-25 mm) und orangen Ring bei den gekrümmten Fühler kann man das Blauschwarze Männchen ausmachen.
Auch wenn der Blauregen ursprünglich aus Ostasien herkommt, sind die zuckersüsssen duftenden grossen Blüten reichhaltig an Nektar. Daher bieten sie auch die grossen Hummeln und Holzbienen Nahrung an.
Wiesensalbei (Salvia pratensis) mit ihren grossen Blüten sind auch gerne besucht von der Holzbiene.
Galerie
Karte
Die Darstellung des Beobachtungsorts erfolgt mit Google Maps.
Das ist aber nur möglich, wenn Sie Ihre Zustimmung zur Datenschutzerklärung geben.
Klicken Sie dazu im blauen Balken unten auf "ich stimme zu" und aktualisieren Sie dann den Browser.